Gruppenanalyse

Ein Gruppentherapieraum mit mehreren Stühlen

Grundlage der psychoanalytischen Gruppentherapie sind die auf der Psychoanalyse aufbauenden Theorien ihrer Gründer S. H. Foulkes und Wilfred Bion.

Der Fokus der Gruppentherapie liegt in der Betrachtung des Individuums in seiner sozialen Gruppe: Jeder Mensch wird in eine Familie bzw. soziale Gruppe geboren und lernt dort, wie die einzelnen Mitglieder miteinander interagieren. Hieraus werden Überzeugungen darüber gebildet, wie menschliche Beziehungen funktionieren und welche Rolle man selbst in Gruppen übernimmt. Diese Überzeugungen sind teilweise unbewusst und werden als selbstverständlich angenommen.

Analog zur psychoanalytischen Einzeltherapie können Sie im Behandlungsprozess der psychoanalytischen Gruppentherapie frühere unbewusste Konflikte und Beziehungsstrukturen wiedererleben und in einer positiven, Halt gebenden Gruppe neu bewerten.

Durch die regelmäßige Teilnahme an der Gruppe und durch den ehrlichen und offenen Austausch aller Mitglieder miteinander können Sie erleben, wie es ist, gesehen und von der Gruppe gehalten zu werden. Unbewusste Überzeugungen werden Ihnen bewusst, Sie können sich diesen stellen und sie in der Gruppe selbst direkt korrigieren. Dies macht den großen Vorteil der analytischen Gruppentherapie aus.

Das Ergebnis ist eine nachhaltige Reduzierung von Symptomen sowie eine Stabilisierung des Selbstwertgefühls, der Selbstwahrnehmung und der seelischen Lebendigkeit.

Regeln der Gruppentherapie

  • Der Gruppenleiter ist ebenso wie alle Gruppenteilnehmer*innen zur absoluten Verschwiegenheit gegenüber Dritten verpflichtet.
  • Außerhalb der Gruppe soll kein persönlicher Kontakt zwischen Teilnehmenden entstehen. Dies ist wichtig, um die Anonymität der Teilnehmenden zu gewährleisten. Hierzu gehört auch, dass keine Messenger-Gruppen o.ä. gebildet werden.
  • Die Gruppenteilnehmer*innen nehmen verbindlich an allen vereinbarten Gruppensitzungen teil.
  • Die wichtigste Regel besteht in der freien Assoziation: Sie sind eingeladen, möglichst alles zu sagen, was Ihnen durch den Kopf geht: alles gehört in die Gruppe, unter anderem auch die Probleme und Konflikte, die sich im Verlauf der Gruppentherapie ergeben, wie beispielsweise praktische Fragen zum Rahmen, der Kontakt der Teilnehmer untereinander und zum Gruppenleiter. Auch scheinbar unwichtige Gedanken, Phantasien, Einfälle, Wahrnehmungen, Träume sind wichtig.
  • Fehlt ein/e Gruppenteilnehmer*in bei einer Sitzung, wird – unabhängig vom Grund – ein Bereitstellungshonorar in Höhe von 50,- Euro fällig (Stand Februar 2026).
  • Die Krankenkassen übernehmen die Kosten von bis zu 150 Sitzungen.
  • Für Selbstzahlende kostet eine Gruppensitzung 65,- Euro (Stand Februar 2026).
  • Da Veränderungsprozesse Zeit benötigen, sollten Sie mit einer Teilnahme an der Gruppe von mindestens 2 -3 Jahren rechnen.
  • Die Gruppe ist fortlaufend – scheidet ein Mitglied aus, rückt ein neues nach.

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